Gastbeitrag von Finanzen.de: Ökologische Altersvorsorge : Nachhaltigkeit im Ruhestand

August 18th, 2011

Das die private Altersvorsorge inzwischen zunehmend an Bedeutung gewinnt, darüber sind sich viele Erwerbstätige im Klaren. Offen ist allerdings nach wie vor die Frage, welche Formen der Geldanlage den Wünschen der Sparer besonders entgegenkommen. Schließlich zählen Sicherheit und Rendite – und zwar langfristig. Seit einiger Zeit taucht ein weiterer Aspekt immer häufiger auf Nachhaltigkeit.

Viele Sparer wünschen sich Anlageformen für ihre Altersvorsorge, die ökologisch und sozial verträglich ausgestaltet sind. Eine Tatsache, die nicht nur die Finanzbranche, sondern auch die Anleger vor Probleme stellt. Lange suchte man vergeblich nach entsprechenden Produkten aus dem Bereich ökologische Geldanlage. Inzwischen hat sich das Bild deutlich gewandelt. Gerade durch die jüngsten Entwicklungen auf dem Energiesektor sind die Möglichkeiten der ökologischen Altersvorsorge gewachsen.

Ökofonds: Wind- und Solarenergie

Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie unter dem Eindruck der Katastrophe in Japan haben gerade Solar- und Windenergie eine deutlich bessere Zukunftsaussicht. Denn der Energiehunger unserer Gesellschaft muss nach wie vor gestillt werden ohne den fossilen Energieträgern zu einem neuen Aufschwung zu verhelfen. Eine Tatsache, die sich nur mithilfe regenerativer Energieträger umsetzen lässt, wozu neben Windenergie und Solarenergie auch Geothermie und Wasserkraft gehören.

Speziell in diesem Bereich können damit auch Anleger von den aktuellen Entwicklungen profitieren. Der Hintergrund: Sogenannte Ökofonds investieren in diese Zukunftstechnologien und sind eine einfache Form für die ökologische Geldanlage. Denn aufgrund der Fondseinlage muss der Sparer die Kapitalmärkte nicht ständig im Auge behalten. In Ökofonds stecken aber nicht nur Unternehmen, die Solar- oder Windkraftanlagen herstellen. Denn abseits von dieser offensichtlichen Nutzung der Windenergie und Solarenergie boomt die Branche auch im Bereich der Grundlagenforschung etwa der Entwicklung neuer Solarmodule.

Grüne Altersvorsorge – Vielfalt legt zu

Unterm Strich lässt sich eine zunehmende Vielfalt im Bereich der ökologischen Geldanlage erkennen. Neben den angesprochenen Ökofonds stehen Anlegern weitere Möglichkeiten offen, wie der Aktienkauf von Unternehmen, die sich besonders im Bereich Nachhaltigkeit engagieren. Dazu gehört nicht zwingend die Energiesparte. Auch Elektrofahrzeuge bzw. alternative Antriebstechnologien, stromsparende Haushaltsgeräte und natürlich sozialverträgliche Wertschöpfungsketten sind in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Wer heute will, kann sich für nachhaltige Kapitalanlagen entscheiden und sich mit einem ruhigen Gewissen in den Ruhestand zurückziehen.

Dialog Nachhaltigkeit der Bundesregierung

Juni 29th, 2011

Die Bundesregierung hat den vorläufigen Fortschrittsbericht Nachhaltigkeit veröffentlicht und lädt dazu ein, ihn unter Dialog Nachhaltigkeit zu diskutieren. Eine Anmeldung ist erforderlich, um mitzudiskutieren.

Kaufen für die Müllhalde

Mai 28th, 2011

Prof Franz Hörmann hatte den Film von Arte über die Lebenszeitverkürzung von Produkten vorgeschlagen auf Facebook. Ich habe ihn gesehen und meine: Der Kapitalismus muss weg. Diese Verschwendung wird uns niemmand verzeihen. Was nützen da die kleinen Fortschritte in Richtung Nachhaltigkeit, wenn sowieso für die Müllhalde produziert wird.

Nur 4 AKWs laufen noch

Mai 21st, 2011

Die Stromversorger hatten immer gesagt, dass die Lichter ausgehen würden, wenn man auf Atomkraft verzichte. Nun sind für eine Woche nur noch 4 Atomkraftwerke am Netz und es geht doch. Die 7 ältesten Atomkraftwerke und Krümmel waren sowieso vom Netz. Nun sind auch noch 5 weitere Atommeiler vom Netz. Und es geht doch.

Schneller Ausstieg aus der Atomenergie möglich

April 9th, 2011

Jürgen Schmid, Umwelt-Berater der Bundesregierung sagte zu „Ausgestrahlt.de“, dass man sehr schnell aus der Atomkraft aussteigen könne. Die 20 Gigawatt Leistung der Atomkraftwerke stünde auch als Gaskraftwerke und BHKW zur Verfügung, wenn man von der Wärmesteuerung der BHKW zu einer Stromsteuerung überginge. Auch sei es möglich jedes Jahr 6 Gigawatt Windstrom zuzubauen.

So schnell wie möglich weltweit aus der Atomkraft aussteigen

März 17th, 2011

Der GAU in Japan läßt nur eine folgerung zu: Wir müssen weltweit so schnell wie möglich aus der zivilen und militärischen Nutzung der Atomkraft aussteigen. Es gibt aber immer noch einige unversbesserliche, wie China oder die USA, die auch weiter Atomkraftwerke bauen wollen. In einigen Ländern, die voll auf Atomkraft gesetzt haben, wie Frankreich, ist es auch wohl ein langer Weg zum Ausstieg. Aber in Deutschland könnten die 7 ältesten Kraftwerke und das Kraftwerk Krümmel sofort abgeschaltet werden. In einigen Jahren dann auch der Rest. Keine Laufzeitverlängerung ist nötig. Bald gibt es genug erneuerbare Energien.

GAU in Japan

März 12th, 2011

In Japan ist es nach dem Erdbeben von der Stärke 8,9 und dem Tsunami in einem Atomkraftwerk zu einem GAU gekommen. Das Reaktorgebäude wurde durch eine Knallgas-Explosion zerstört. Ob eine Kernschmelze begonnen hat ist unklar. Die offiziellen Stellen halten sich bedeckt. Wieder einmal hatten die Japaner behauptet, alle ihre Kraftwerke seien erdbebensicher. Was soll man sagen? Es soll nicht nach Häme klingen. Aber wer auf dem Vulkan ein Atomkraftwerk baut, der muss damit rechnen, dass es explodiert. Meine Forderung: Raus aus der zivilen und militärischen Atomnutzung so schnell wie möglich. Keine Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke.

In Lünne und im Kreis Steinfurt soll nach Erdgas gebohrt werden

März 6th, 2011

In Lünne und im Kreis Steinfurt soll nach Erdgas gebohrt werden. Dabei sollen giftige Chemikalien benutzt werden. Es regt sich Widerstand. Es werden Unterschriften gesammelt. In Lünne und in Rheine.

Plusenergiekonzept als Baustandard setzen

Januar 27th, 2011

Bei Plusenergie.de
kann man eine Petition des Architekten Rolf Disch an die Bundeskanzlerin zur Setzung des Plusenergiestandards im Baustandard unterzeichnen. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten haben die Petition erstunterzeichnet.

Buch Hermann Scheer: Der Energethische Imperativ

November 24th, 2010

Der am 17.10.2010 verstorbene Solarpapst Hermann Scheer beschreibt in seinem letzten Buch den Energethischen Imperativ. Er sagt darin, dass der Wechsel zu erneuerbaren Energien schneller ablaufen könnte. Für die konventionellen Energieversorger sieht er allerdings Schwarz. Das wiederholt er immer wieder. Nur  mit dezentralen eneuerbaren Energien kann es gelingen eine autonome Energieversorgung durch die Menschen zu erreichen. Er kritisiert aber auch das Unternehmen Desertec und die Off-Shore Windparks. Mit ihnen versuchten die Energieversorger Einfluß zu gewinnen und die Umstellung auf erneuerbare Energien zu verzögern. Bei den Speichertechnologien sieht Scheer vielversprechende Ansätze, die bald in Serie gehen könnten. Insbesondere die Akku-Entwicklung im Bereich der Handys und Laptops gebe Anlaß zur Hoffnung auf eine baldigeLösung des Problems für Erneuerbare Energien. Er schlägt auch eine Nullzins Förderung der Investitionen vor. Dies wurde im Marshall Plan bereits bewerkstelligt. Dieses Buch ist Hermann Scheers Vermächtnis.